Facebook Fanpage als Unternehmenswebsite. Kann die Facebook Fanpage die eigene Website ersetzen?

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Am 21.1.15 ist in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ein Artikel über Facebook erschienen – wie toll und einfache es sei, eine Geschäftspräsenz im Internet mit der Hilfe von Facebook aufzubauen – und so auf die eigene Website zu verzichten!

Meine Meinung: ACHTUNG! Ihr größter Feind ist Bequemlichkeit. Kurzfristig ist es ein guter Deal sein Unternehmen mit wenigen Klicks bei Facebook zu platzieren – aber auch kurzsichtig.

Bequemlichkeit vs. langfristiger Sicht bei der eigenen Webpräsenz im Web!

Auf lange Sicht sägt man am eigenen Ast. Die Säge ist die Bequemlichkeit, die einen verleitet, die eigene Geschäftspräsenz, ja die eigene Geschäftsexistenz mit kostenlos zur Verfügung gestellten Tools wie Facebook aufs Spiel zu setzen. Ich erinnere nur an das nette Intermezzo, dass Facebook mit der Fanpage der Stadt München im Jahr 2012 getrieben hat. Flux hat Facebook die Fanpage mit rd. 400.000 Nutzern abgeklemmt und selbst genutzt und der Stadt München angeboten die Fanpage unter einer anderen Kennung fortzuführen.

Eigene Website – Nukleus für das Online Marketing und die lokale Sichtbarkeit von Unternehmen im Web

Das führt mich zu der unverrückbaren Überzeugung: die eigene Website ist und bleibt der Nukleus für das Online Marketing eines jeden Unternehmens. Nur die eigene Website kann ich selbst steuern und kontrollieren. Und vor allen Dingen – sämtliche Marketinginvestitionen zahlen auf meine Website ein und verzinsen sich dort.

Facebook Fans und Likes gehören nicht dem Unternehmen!

Sobald meine Website in Kopf und Herz des Kunden ist, gehört der Kundenkontakt mir. Bei Facebook entwickeln sich zwar mit der Zeit Fans und Likes – aber die gehören dem Unternehmen nicht. Und dann untergräbt Facebook schleichend die Reichweite meiner Meldungen, die immer weniger zu meinen Fans durchdringen. Warum? Weil Facebook, sobald ich mit meiner Geschäftspräsenz abhängiger werde, sich die Weiterleitung meiner Facebook-Posts an meine eigenen Fans in Form von teuren Anzeigen vergolden lässt.

Ergo: fast so, wie Entdecker den unwissenden Entdeckten früher Glasperlen zum Tausch gegen Gold und Edelsteine angeboten haben. Passen Sie auf, dass Sie keine Glasperlen bekommen, sondern Ihren Goldschatz mehren anstatt ihn an Facebook abzugeben.

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